K+S Druck Schneider erweitert die
Produktionskapazitäten im Bereich Falzen

Idyllisch gelegen im Ort Niederhövels, der früher durch seine Bergmannssiedlung bekannt war, befindet sich die Druckerei K+S Druck Schneider. Der Grundstein für das Unternehmen wurde 1995 im Rahmen einer Übernahme einer bestehenden 1-Mann-Druckerei durch Axel Schneider gelegt. Der gelernte Schriftsetzer führt heute zusammen mit seinem Bruder Volker Schneider das Unternehmen, welches sich seit 1999 am heutigen Standort befindet. Insgesamt kümmern sich 29 Vollzeitkräfte und 22 Minijobber und Gleitzeitkräfte um die qualitätsgetreue und termingerechte Produktion der Druckerzeugnisse. Das Produktspektrum ist äußerst weitreichend und umfasst unter anderem den Druck von Geschäftsausstattungen, Präsentationsmappen, Broschüren und falzgeklebten Erzeugnissen in unterschiedlichsten Auflagenhöhen.

Die Kunden stammen hauptsächlich aus den Bereichen Industrie bzw. Handwerk und sind überregional angesiedelt, so dass sich der Aktionsradius von Hamburg bis München erstreckt. „Für uns ist eine hohe Kundenzufriedenheit oberstes Gebot. Nicht umsonst können wir auf zahlreiche langjährige Kundenbeziehungen verweisen, die zum Teil seit der Unternehmensgründung existieren“, erläutert Axel Schneider einen Teil der Unternehmensphilosophie. Eine besondere Kundenbeziehung verbindet K+S Druck Schneider mit Engelbert Strauss, Europas größtem Hersteller für Berufsbekleidung. „Von diesem Kunden dürfen wir uns als „Haus- und Hof-Druckerei“ bezeichnen lassen – die erfolgreiche Entwicklung von K+S steht ganz eng im Zusammenhang mit Engelbert Strauss“, ergänzt Axel Schneider. Einen genauso hohen Stellenwert wie die Kunden nehmen bei K+S die Mitarbeiter ein. Viele der längjährig angestellten Mitarbeiter sind bereits seit der Ausbildung in der Druckerei beschäftigt. „Wir ergänzen uns alle. Jeder zieht mit und packt an, alle Erfahrungen fließen ein. Auch sind die Kundenwünsche allen bekannt, was sich wiederum in kurzen Stillstandszeiten und geringen Fehlerquoten positiv widerspiegelt. Das führt natürlich zu einer Maximierung der Kundenzufriedenheit“, führt Axel Schneider weiter aus.

Neben Kunden und Mitarbeitern steht bei K+S als dritter Erfolgsfaktor ein modern ausgestatteter Maschinenpark im Mittelpunkt. Im Druckbereich kann das vollstufige Unternehmen auf 10 Druckwerke zurückgreifen. Erst vor geraumer Zeit wurde in eine neue 4-Farben-Druckmaschine mit Farbzonenvoreinstellung aus dem Hause Heidelberg investiert. Ebenso verfügt man seit Beginn des Jahres über ein Digitaldrucksystem von Ricoh, mit dem sich nun individualisierte Produkte in hoher Qualität fertigen lassen. Doch ohne eine entsprechende Ausrüstung in der Druckweiterverarbeitung bringt auch die modernste Druckmaschine nur einen eingeschränkten Nutzen. Neben Schneidanlagen mit Stapeltisch und Abstapler sowie einem Sammelhefter kann die Druckerei seit Kurzem auf einer neuen Falzmaschine von MB Bäuerle produzieren.

Bereits seit über 15 Jahren vertraut man bei K+S auf die Technologie des Schwarzwälder Maschinenherstellers, so dass die prestigeFOLD NET 52 bereits das dritte Falzsystem von MB Bäuerle ist. Neben der vollautomatischen Maschine ist auch noch ein Modell der Baureihe multimaster CAS 52 Setmatic im Einsatz. Dieses ist mit einem Kaltleimsystem ausgestattet und wird vorrangig für die Produktion falzgeklebter 8-seitiger Broschüren eingesetzt, von denen bis zu 100.000 pro Woche produziert werden. Die neue prestigeFOLD NET 52 verfügt über sechs Falztaschen im ersten Werk und weiteren sechs Falztaschen im zweiten Falzwerk. „Mit der neuen Maschine geht alles viel schneller, da nicht mehr aufwändig umgerüstet werden muss. Nun laufen sämtliche Produkte, die nicht in irgendeiner Form mit einer Leimung versehen werden sollen, auf der prestigeFOLD. Das einfache Bedienkonzept hilft uns auch, noch mehr verschiedene Bediener mit dem Falzen vertraut zu machen“, erläutert Volker Schneider die ersten Erfahrungen mit dem neuen System. Der hohe Automatisierungsgrad ermöglicht eine maximale Produktivität, da sich auf Knopfdruck alle wichtigen Elemente vom Anleger bis zur Auslage selbstständig auf die gewählte Falzart einstellen lassen. Manuelle Eingriffe sind auf ein Minimum reduziert. Das zentral angeordnete Touchscreen-Panel dient als interaktive Bedienerschnittstelle. 20 Standardfalzarten sind fest abgespeichert, alle anderen Falzarten können frei programmiert werden. Auch entsprechende Wiederholjobs sind intern speicherbar, so dass diese mit sämtlichen Parametern wie z.B. Geschwindigkeit oder Bogenabstand reproduziert werden können, wodurch sich die Rüstzeit weiter erheblich minimiert.

„Wir konnten durch die neue Falzmaschine die Zeit für den gesamten Auftragsdurchlauf erheblich reduzieren, was für uns deutlich weniger Druck innerhalb der Produktion bedeutet. Durch die vorhandene Schnittstelle haben wir außerdem die Möglichkeit zukünftig Prozesse zu integrieren, was für uns eine zusätzliche Planungssicherheit bedeutet“, ergänzt Volker Schneider abschließend.